Brancheninformationen

H2FUTURE – Pilotanlage für grünen Wasserstoff

PEM Elektrolyseanlage (6 MW Leistung) am Standort der voestalpine Linz errichtet

Die Stahlindustrie zählt zu den größten CO2 Emittenten. Im H2FUTURE Projekt wird eine PEM Elektrolyseanlage (6 MW Leistung) am Standort der voestalpine Linz errichtet, die mithilfe von Strom aus erneuerbaren Quellen grünen Wasserstoff erzeugt. Das Projekt wird von VERBUND koordiniert. Neben voestalpine sind die Partner K1 MET, Siemens, APG und ECN mit an Bord. Mit H2FUTURE wird ein erster wichtiger Schritt gesetzt, um industrielle Prozesse zu dekarbonisieren. Die Übertragbarkeit auf andere Industriesektoren (Düngemittel, Lebensmittel) wird untersucht. Der im Projekt errichtete 6 MW Elektrolyseur wird in einer mehrmonatigen Testphase auf Basis von unterschiedlichen Use Cases eingesetzt. So wird nicht nur grüner Wasserstoff erzeugt, sondern die Anlage auch am Regelenergiemarkt vermarktet. Das 4,5 jährige Projekt wird vom Fuel Cell and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) der Europäischen Kommission gefördert und wurde Anfang 2017 gestartet.

Maintenance 4.0

Im Rahmen der Innovation Challenge von Wien Energie zeigt das Unternehmen ViewAR die Zukunft der Wartung. Unter dem Motto "Maintenance 4.0" werden Wartungsprozesse mithilfe einer digitalen Brille revolutioniert.

Ein ungewöhnlicher Anblick im Biomassekraftwerk Simmering: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Head-Mounted Displays. Sie tragen ein Ausgabegerät, das via App Informationen im Sichtfeld des Displays grafisch oder textlich darstellt. Ein Beispiel: Ein Mitarbeiter kommt an seinen Platz und setzt die Brille auf. Von der Zentrale kommt ein Auftrag herein. Jetzt taucht vor ihm eine Reihe von roten Punkten auf, die ihm den Weg zum exakten Einsatzort weisen. Den roten Punkten folgend, erreicht er eine Turbine. Sie ist in der ersten Phase des Projekts der Einsatzort für die Technologie.
Der Mitarbeiter soll eine Schwingungsmessung durchführen. Das ist bei Turbinen regelmäßig nötig, um frühzeitig mögliche Unwuchtungen zu erkennen und zu korrigieren. Die allgemeinen Leistungsdaten der Maschine sieht er gleich bei seiner Ankunft auf dem Display. Dann bringt er den Schwingungsmesser an und kontrolliert das Gerät. Er trägt den Messwert ein und der Auftrag ist abgeschlossen.

ULTRA E – setzt weiteren Meilenstein für Elektromobilität

Die nächste Generation von Elektrofahrzeugen mit Reichweiten von 300 km und mehr

Die nächste Generation von Elektrofahrzeugen kommt 2018 mit Reichweiten von 300 km und mehr auf den Markt. Dafür werden in einem Europäischen Projekt, gefördert von der Connecting Europe Facility (CEF) der Europäischen Kommission, 25 Ultra-Schnellladestationen installiert. Unter der Leitung von Allego werden in Deutschland, Belgien und den Niederlanden 21 Ultra-Schnellladestationenerrichtet, in Österreich durch VERBUND / SMATRICS vier. Damit stehen der neuen Generation an Elektroautoss bereits Ladestationen zur Verfügung, an denen Fahrzeuge mit bis zu 350 kW laden können. Neben der Umsetzung des ersten Ultra-Schnellladeneztwerks in Europa arbeitet das Konsortium an der Netzwerkplanung, sowie an Kundenservices. Das Ultra-Schnelladenetzwerk wird komplementär zum 50 kW Ladenetz errichtet, sodass für alle E-Auto-Nutzer neueste Hochleistungsladeinfrastruktur verfügbar ist.

Forschungsprojekt AutoWICE

Im Winter kommt es bei Windrädern oft zu vereisten Rotorblättern. Im Forschungsprojekt AutoWICE testet Wien Energie Sensoren, die den aktuellen Grad der Vereisung messen können. Durch die übermittelten Daten lässt sich auch ohne Einsatz vor Ort bestimmen, wann das Windrad wieder sicher in Betrieb genommen werden kann.

Die Vereisung ist ganz unabhängig vom Standort der Windräder – egal ob am Berg- oder im Flachland. Ist ein Windrad vereist, muss es in den meisten Fällen komplett abgeschaltet werden. Erst nach dem die Rotorblätter wieder vollkommen von Eis und Schnee befreit sind und durch das Personal kontrolliert wurden, können die Windräder wieder in Betrieb genommen werden.
Bisher war es nicht möglich, das Windrad ohne Kontrolle der Windradblätter durch das Personal wieder in Gang zu setzen. Würde man das Windrad einschalten, ohne sich zu überzeugen, dass die eisfrei sind, könnten Schäden entstehen. Insgesamt vergehen von der Meldung, dass ein Windrad vereist ist, bis zum Abschluss der visuellen Kontrolle bis zu 2 Stunden, in welcher das Windrad komplett ausfällt.

SYNERG-E & Power-Contracting für die Energiezukunft

EV Ladehubs Netzanschlussleistungen von bis zu 1 MW geplant

Mit zunehmender Ladeleistung für die neueste Generation von Elektrofahrzeugen werden für EV Ladehubs Netzanschlussleistungen von bis zu 1 MW geplant. Um einerseits das Stromnetz zu entlasten, erneuerbare Energie für Elektromobilität zu speichern, aber auch netzdienliche Services zu Verfügung zu stellen, werden an 10 ausgesuchten Ultra-Schnellladestationen in Österreich und Deutschland lokale Batteriespeicher errichtet. Dieses Innovationsprojekt wird unter der Leitung von VERBUND mit den Partnern Allego und SMATRICS realisiert. In SYNERG-E wird das lokale Management von Batterie und Ladestation getestet und umgesetzt, sowie der virtuelle Zusammenschluss der Batterien, um netzdienliche Services bereitstellen zu können. SYNERG-E adressiert die Sektorkopplung von Energie und Transport und wird daher aus dem ersten Synergy Call der Connecting Europe Facility (CEF) gefördert.

Urban Pioneers Community

Im Rahmen des interaktiven Pilotprojekts „Urban Pioneers Community“ lädt Wien Energie Bewohnerinnen und Bewohner des VIERTEL ZWEI ein, gemeinsam neue Produkte und Services aus den Bereichen Energie, Mobilität und Smart Living zu entwickeln, die genau ihren Bedürfnissen entsprechen.

In der "Urban Pioneers Community" bindet Wien Energie seine Kundinnen und Kunden aktiv in Innovationsprozess und Forschung ein. Customer Co-Creation ist das Kernstück des neuen Pilotprojekts im VIERTEL ZWEI. Das ist der Anspruch von Wien Energie, gemeinsam mit seinen Kundinnen und Kunden an der Entwicklung neuer Lösungen zu arbeiten. Mit diesem kundenzentrierten Forschungsdesign ist Wien Energie Vorreiter in der Energiebranche.
Entwickelt und geforscht wird direkt im Lebensraum und Alltag der Kundinnen und Kunden. Ziel ist, dass die Community selbst Ideen einbringt und daraus entstehende Lösungen dadurch ganz nah an den tatsächlichen Kundenbedürfnissen sind. Das geschieht zum Beispiel in gemeinsamen Workshops zu den Bereichen effiziente und nachhaltige Energie, Mobilität im und ums Grätzl und Smart Living.

EVA+ Schnellladekorridor für E-Autos auf der Nord-Süd-Achse

Projekt EVA+ errichtet insgesamt 200 Schnellladestationen (50 kW) bis 2018

Insgesamt 200 Schnellladestationen (50 kW),180 in Italien und 20 in Österreich, werden im Projekt EVA+ bis 2018, koordiniert von ENEL, errichtet. Damit wächst das Europäische Schnelladenetz weiter an und klimaschonende Alternativen im Transportsektor werden für Privatkunden nutzbar. Das Schnellladenetz wird in Italien von ENEL errichtet und betrieben, in Österreich von VERBUND / SMATRICS. Weitere Projektpartner sind Nissan, Renault, BMW, Volkswagen und Audi. Mit EVA+ entsteht ein interoperables Netz für Elektrofahrzeug-Nutzer. Neben der Umsetzung von Infrastruktur wird in begleitenden Studien die Nutzung der Ladeinfrastruktur und Services analysiert. EVA+ wird durch die Connecting Europe Facility (CEF) der Europäischen Kommission als Innovationsprojekt gefördert.

WindFlex

Anpassung der momentan bezogenen elektrischen Energie an die Markt- und Erzeugungssituation

Die Identifikation und intelligente Nutzung von Flexibilität im momentanen Energieverbrauch stellt eine wichtige Herausforderung für den zukünftigen Energiehandel dar. In enger Kooperation mit industriellen Verbrauchern soll erforscht werden, unter welchen technischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen eine Anpassung der momentan bezogenen elektrischen Energie an die Markt- und Erzeugungssituation Vorteile für den Energiehandel und den Energiekunden bringt. Die Energie Burgenland AG, als größter Windstromproduzent Österreichs, sieht sich hier vor die Aufgabe gestellt, einen möglichst hohen Anteil der lokal erzeigten Energie auch im Burgenland zu verbrauchen. Dazu wird ein Geschäftsmodell entwickelt, das eine Win-Win-Situation für partizipierende Industriekunden und dem Energiehandel schaffen soll. Durch tarifliche Anreize soll es für den jeweiligen Kunden attraktiv werden, seine energieintensiven Prozesse der jeweiligen Situation am Energiemarkt anzupassen.

Smart City Demo Aspern (SCDA)

Die Seestadt aspern bietet ideale Voraussetzungen für die Entwicklung von Smart City-Technologien. Energie-KundInnen bzw. VerbraucherInnen stehen im Mittelpunkt des Smart City Demo Aspern-Projekts. Die Erkenntnisse dienen der Entwicklung von neuen Ansätzen in der Nutzer-Interaktion.

Anhand von drei Gebäudekomplexen – einem Wohnbau, einem Studentenwohnheim und einem Schulcampus – wird das Nutzerverhalten untersucht: Mit Hilfe von intelligenten Stromzählern, sog. Smart Metern, wird der Stromverbrauch exakt aufgezeichnet. Zusätzlich werden Daten wie die Zimmertemperatur und die Raumluftqualität erfasst.
Das Projekt beschäftigt sich mit Produkten und Dienstleistungen, die in Zukunft eine exaktere Beobachtung und Steuerung möglich machen, sodass das Nutzerverhalten nachhaltig verbessert werden kann. Ein Beispiel: Sehen KundInnen auf ihrem Computer-Tablet, dass der Strompreis aktuell niedrig ist, können sie ihr E-Bike kostengünstig aufladen.

Heat Water Storage Pooling

Bündelung der verbraucherseitig installierten Heißwasserspeicher als Energiespeicher

Die Einspeisung größerer Mengen von Windenergie in das Stromnetz stellt Energiehandel und Netztechnik auf Grund der hohen Volatilität der Energie vor neue Herausforderungen. Ziel dieses Innovationsprojektes ist es, die verbraucherseitig installierten Heißwasserspeicher als Energiespeicher zu nutzen, um so die negativen Effekte der volatilen Windstromeinspeisung abzufedern. Dabei soll durch eine Bündelung dezentraler Heißwasserspeicher eine kritische Masse erreicht werden, die eine verbesserte Anpassung der momentanen Erzeugung an den momentanen Verbrauch ermöglicht. Die Innovation gliedert sich dabei in drei Bereiche:
• Untersuchung in welchem Ausmaß eine Lastverschiebung durch die Bündelung und Integration dezentraler Heißwasserspeicher tatsächlich zu einem höheren Anteil erneuerbarer Energie im Netz führt.
• Implementation einer Datenplattform und –schnittstelle zur effektiven Kommunikation in Echtzeit zwischen Erzeuger und Verbrauchern.
• Entwicklung eines Geschäftsmodells, das unter enger Einbindung des Kunden auch soziale Aspekte von Akzeptanz und Benutzerverträglichkeit berücksichtigt.

Energie AG Oberösterreich setzt auf agile Innovationsgruppe

Mit neuen Prozessen und Arbeitsmethoden zur Erweiterung des Produktportfolios

Getreu dem Motto „build-measure-learn“ hat der oberösterreichische Energie AG Konzern die Business Innovation in die Hände einer kleinen, interdisziplinären Gruppe gelegt. Anhand von konkreten Projekten wurde ein passender Innovationsprozess ausgestaltet. Dieser ermöglicht die Identifikation neuer Geschäftsfelder und die Entwicklung von Geschäftsmodellen, die auf ein bereits offensichtliches oder noch latentes Kundenbedürfnis abzielen. Im Fokus steht dabei, die Chancen der Digitalisierung zu nutzen und erste Schritte in die Welt der Plattformökonomie zu machen. Thematisch siedeln sich die aktuellen Entwicklungen sowohl rund um das bestehende Kerngeschäft, als auch im Umfeld von Megatrends wie beispielsweise der alternden Gesellschaft oder einem neuen Ökologieverständnis an. Essentiell ist aber in jedem Fall die Herangehensweise, nicht von innen heraus für den Kunden zu entwickeln, sondern im ständigen Austausch mit den späteren Nutzern zu lernen.

Windvermarktung

Individuelle Daten erlauben Anpassung der Erzeugung an die momentane Marksituation

Durch den Aufbau einer Handelsschnittstelle in Form einer 24/7 Energiewarte, welche in Echtzeit am Markt mit der im Burgenland erzeugten Windenergie handelt, wird der Anteil der lokal im Burgenland erzeugten und verbrauchten Windenergie gesteigert. Individuelle Daten von jedem Windrad und dessen individuelle Ansteuerung erlaubt eine Anpassung der Erzeugung an die momentane Marksituation. Zum anderen wird durch eine Kooperation mit burgenländischen Wirtschaftsbetrieben eine Angleichung der momentan verbrauchten Energie an die aktuelle Erzeugungssituation erzielt, was zu einer Entlastung der Transportnetze und einer effizienteren regionalen Nutzung erneuerbarer Energie führt.
Eine wesentliche Neuerung besteht in der aktiven Einbindung der lokalen Wirtschaft als dynamische, intelligente Verbraucher. Zudem wurde eine Lösung entwickelt, die es erlaubt, eine unüberschaubare Vielzahl von Einzeldaten so zu verdichten und aufzubereiten, dass sie von einer einzelnen Person unmittelbar zur Entscheidungsfindung herangezogen werden können.

Zukunft der Wasserkraft

SuREmMa – Sustainable Rivermanagement – Energiewirtschaftliche und umweltrelevante Bewertung möglicher schwalldämpfender Maßnahmen

Die Europäische Wasserrahmenrichtlinie erfordert in den kommenden Jahren Maßnahmen zur Anpassung der Nutzung der Wasserkraft. Im Projekt SuREmMa wurde ein Instrument entwickelt, um Maßnahmen zur Reduktion von schwankenden Abflussmengen (Schwall und Sunk) in Gewässern zu bewerten, die durch den Betrieb von Wasserkraftanlagen entstehen können. Ziel des Projektes war es, auf Ebene von Gewässerstrecken das Verbesserungspotenzial für eine gezielte Schwallsanierung zu erheben, das als Grundlage für eine weiterführende detaillierte Maßnahmenplanung dienen kann. Das neu entwickelte Bewertungsinstrument wird in der Projektstudie bei zehn österreichische Speicherkraftwerken als repräsentative Fallbeispiele angewandt.

Planung im Kraftwerkseinsatz

Stochastische Optimierung des Speicher-Kraftwerks-Einsatzes

Bei Speicherkraftwerken gibt es eine starke Kopplung zwischen Entscheidungen, die heute zu treffen sind, und daraus resultierenden Erlösen und Risikopotenzialen in der Zukunft. Wasser, das heute (nicht) in den Turbinen verwendet wird, steht in der Zukunft nicht mehr zur Verfügung (bzw. kann und muss in der Zukunft abgearbeitet werden). Künftige Strompreise und Zuflüsse von Wasser sind heute jedoch nicht exakt determiniert, sondern nur statistisch schätzbar. Deshalb sollte für die mittelfristige Planung der Ansatz der stochastischen Optimierung angewendet werden. Im Rahmen des Forschungsprojektes „Sharpening up Stochastic Optimization“ wurde im Energiewirtschaftlichen Planungssystem Verbund das Software-Modul für die mittelfristige Optimierung des Kraftwerks- und Speichereinsatzes im Wasserkraftbereich neu konzipiert und implementiert. Ziel des Projektes war eine praxistaugliche Software.

Mobilitätsfokus in der Grünen Mark

Leitprojekt „LEAFS“ zum Einsatz dezentraler Stromspeicher

Die Energie Steiermark wendet für Forschung und Entwicklung mehr als eine Million Euro pro Jahr auf. Der inhaltliche Schwerpunkt lag zuletzt bei den Projekten Windpark-Demonstrationsvorhaben, beim Leitprojekt „LEAFS“ zum Einsatz dezentraler Stromspeicher im Verteilnetz sowie bei den beiden „Smart Cities“ – Umsetzungsprojekte Graz und Leoben. Per 31. 12. 2016 wurden konzernweit 17 laufende Förderprojekte bearbeitet, wobei sich 2016 ein Mobilitätsschwerpunkt herauskristallisierte, denn von den sechs in diesem Jahr neu genehmigten Projekten wiesen vier einen E-Mobilitätsfokus auf. Ein steirisches Projektkonsortium unter der Leitung des Green Tech Clusters entwickelte zudem im Rahmen des Projektes „Green Tech Valley 2022“ eine Vorzeigeregion (Konzept) für innovative Energietechnologien.

Maßnahmen gegen Betonschäden

Betonschäden bei unterirdischen Bauwerken

Sicherheit ist eine der wesentlichen Voraussetzungen für Kraftwerksanlagen aus Beton, deren Nutzungsdauer für Jahrzehnte angelegt ist. Die speziellen Rahmenbedingungen in Anlagen der E-Wirtschaft, wie beispielsweise Feuchtigkeit und niedrige Temperaturen, führen auch zu speziellen Schadensbildern, die in diesem Projekt untersucht wurden. Vor allem bei Spritzbetonbauteilen sind häufig sogenannte „Thaumasitschäden“ feststellbar, die bei unterschiedlichen Bauteilen (z. B.: Spritzbetonschalen, Innenschalen, Entwässerungsrinnen aus Fertigbauteilen) nach einer Nutzungsdauer von 25 bis 60 Jahren auftreten. Weitere Erkenntnisse sollen vor allem durch ein in mehreren Bauwerken installiertes Monitoring-System, durch geplante weitere Zustandserhebungen und bereits durchgeführte Versuche mit veränderten Umgebungsbedingungen (z. B. Belüftungsmaßnahmen, Veränderung der Umgebungstemperatur) gewonnen werden.

Sparen für saubere Luft

In-situ-Regeneration von DeNOx-Katalysatoren

VERBUND hat ein Verfahren entwickelt, mit dem Katalysatoren für den Abbau der gesundheitsgefährdenden Stickoxide in thermischen Kraftwerken nicht mehr zur Reinigung ausgebaut oder insgesamt ausgetauscht werden müssen, sondern im eingebauten Zustand regeneriert werden können. Bei dem Projekt, das im Kraftwerk Mellach in den Jahren 2014 bis 2016 in Kooperation mit partnerfirmen und Universitäten durchgeführt wurde, hat sich gezeigt, dass eine Aktivitätssteigerung auf ca. 80 – 90 % des Auslegungswerts erreicht werden konnte, womit die notwendige Entstickungsleistung für weitere zwei Jahre mit geringem Budget bereitgestellt wird.

Neue Wege gehen

Fisch-Reisen durch eine Schnecke

Innovation ist ein Schlüsselfaktor im Kelag-Konzern. Mit dem Ziel, die Innovationsfähigkeit weiter zu stärken und die Entwicklung neuer kundenorientierter Produkte, Dienstleistungen und Prozesse zu unterstützen, wurde eigens ein Innovationsmanagement entwickelt und in der Organisation der Kelag verankert. Die wesentlichen Schwerpunkte liegen hier in der Schaffung eines innovationsfreundlichen Umfelds, in der Weiterentwicklung der Innovationsstrategie und in der Identifikation von Fokusfeldern. Auf Basis von Trend- und Technologieanalysen werden Innovationsfelder identifiziert, und darauf aufbauend wird eine Innovations-Roadmap erstellt. Mittels geeigneter Kreativtechniken wird in Workshops zur Ideengenerierung Kreativität gezielt gefördert und somit die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle und Produkte beschleunigt.

Smarte Netze mit Speicher

FACDS - Flexible AC Distribution Systems

Die Wiener Netze erforschen intensiv die Zukunft der smarten Energiewelt. Batteriespeicher könnten dabei eine wesentliche Rolle spielen. Dafür wurden in den smarten Trafostationen der Seestadt Aspern insgesamt fünf Netzspeichersysteme installiert. Neben der Implementierung im Zuge der ASCR-Forschungsaktivitäten erfolgen ein Laboraufbau sowie technologische, rechtliche und ökonomische Analysen. Erste Zwischenergebnisse der rechtlichen Analyse liegen ebenso vor wie ein Konzept für das betriebswirtschaftliche Bewertungsmodell sowie Einsatzstrategien und Szenarien zu den Geschäftsmodellen und zur Mehrfachnutzung von Speichersystemen.

Neues Erdschlussortungssystem

Neues Erdschlusssortungssystem nach dem KNOPE-Verfahren

Erdschlüsse werden in Mittelspannungsnetzen im realen Netzbetrieb trotz installierter Erdschlussrelais meist noch durch galvanisches Auftrennen des Netzes gesucht (Trial-and-Error-Verfahren). Die dabei verstreichende Zeit kann bis zu einer Stunde betragen. In dieser Zeit kann es dazu kommen, dass auch die beiden fehlerfreien Außenleiter überlastet und geschädigt werden. Daher ist es für den Netzbetrieb wichtig, jeden auftretenden Erdschluss schnell zu orten, die fehlerhafte Strecke freizuschalten und die ordnungsgemäße Versorgung rasch wiederherzustellen. Ein funktionsfähiger selektiver Erdschlussschutz ist dazu eine unabdingbare Voraussetzung. In einem bestehenden Mittelspannungsnetz wurde als neues Erdschlusssortungssystem nach dem KNOPE-Verfahren (kurzzeitige niederohmige Phasen-Erdung) eingeführt, ohne dabei die Sternpunktbehandlung zu ändern und Änderungen im Netz vornehmen zu müssen.

Grüner Wasserstoff

Pilotanlage für grünen Wasserstoff am Standort Linz

Im Rahmen des Projektes H2FUTURE bauen voestalpine, Siemens und Verbund eine Pilotanlage für grünen Wasserstoff am Standort Linz. Gemeinsam mit weiteren Kooperationspartnern werden die Einsatzmöglichkeiten von grünem Wasserstoff getestet. Dafür wird eine der weltweit modernsten und größten Elektrolyseanlagen mit Protonen-Austausch-Membran-(PEM-)Technologie eingesetzt. Die Anlage wird am Gelände der voestalpine in Linz errichtet und betrieben. Der erzeugte grüne Wasserstoff wird künftig direkt in das interne Gasnetzwerk eingespeist, und damit wird der Einsatz von Wasserstoff in verschiedenen Prozessstufen der Stahlerzeugung getestet. Dieses Projekt wird von Fuel Cells and Hydrogen Joint Undertaking (FCH JU) der Europäischen Kommission gefördert.

Projekt synERGY

security for cyber-physical value networks Exploiting smaRt Grid systems

Sicherheitslösungen in komplexen, mehrschichtigen IT-Systemen arbeiten bisher in der Regel nur auf einzelnen Schichten und sind deshalb nicht in der Lage, ein vollständiges Bild aufzunehmen. Dies führt zu einer eingeschränkten Sicht des Bedienpersonals bei der Ursachensuche im Fall eines Angriffs. Weil der Grad der Komplexität moderner Systeme und auch bei Cyber-Angriffen in den letzten Jahren stark zugenommen hat, müssen Sicherheitstechniken entwickelt und angewandt werden, die Informationen aus allen Schichten vergleichen. Im Rahmen des Projekts synERGY sollten neue Methoden, Werkzeuge und Prozesse für Cross-Layer-Anomalieerkennung (AD) entwickelt werden, die eine frühe Entdeckung sicherheitsrelevanter Cyberattacken und physischer Angriffe ermöglichen. Ziel ist es, die halbautomatische Interpretation einmal erkannter Anomalien zu erleichtern, was insbesondere hilft, die Anzahl von Fehlalarmen zu reduzieren. Der synERGY-Ansatz soll in realen Smart-Grid-Umgebungen validiert werden.

Green Storage Grid

Multifunktionale Energiespeicher

Am Standort Dürnrohr der EVN erzeugen ein Kraftwerk und eine Müllverbrennungsanlage Dampf. Dieser wird in einen gemeinsamen Wärmeknoten eingespeist und kann verschiedenen Nutzungen zugeführt werden. Während die Wärmeleistung des Kraftwerks gut plan- und regelbar ist, ist die Leistung der Müllverbrennungsanlage immer vom jeweiligen Müllheizwert am Rost abhängig, und kann daher ebenso wie der Wärmebedarf schwanken. Der Ausgleich erfolgte bisher über das Kraftwerk, allerdings sind in den letzten Jahren die Einsatzstunden der thermischen Kraftwerke stetig zurückgegangen. Eine technisch interessante Möglichkeit, um diese Herausforderungen besser bewältigen zu können, ist ein Wärmespeicher im Wärmeknoten Dürnrohr. Die „SandTES“-Anlage besteht aus zwei Sand-Silos, je einem kalten und einem warmen Silo. Beim Ladezyklus wird aus dem kalten Sand-Silo über die Fördertechnik Sand in den Fließbettbehälter befördert und erhitzt, im Entladezyklus werden die Strömungsrichtungen umgekehrt. So können Bedarfsspitzen geglättet und der Einsatz von Hilfskesselanlagen vermieden werden.

VPP – Virtual Power Plant für Salzburg

Kostengünstige und effektive Bündelung von kleineren Energieerzeugungseinheiten zu einem größeren Kraftwerk

Mit Virtual Power Plant (VPP) schafft die Salzburg AG die Möglichkeit einer kostengünstigen und effektiven Bündelung von kleineren Energieerzeugungseinheiten zu einem oder mehreren größeren Kraftwerken. Damit können kleinere Energieerzeugungseinheiten – wie sie durch die Energiewende mehr und mehr entstehen – mit erneuerbaren Energieträgern rasch und sicher eingebunden und optimiert genützt werden. Durch die geregelte Einbindung wird zum einen die Netzstabilität unterstützt, zum anderen steigt die Vermarktungsfähigkeit der kleinen Einheiten. Auf Grundlage der langjährigen Erfahrung der Salzburg AG im Regelenergiemarkt wurde gemeinsam mit dem Start-up cyberGRID eine nachhaltige Möglichkeit für die Einbindung und Vermarktung von kleinen Stromerzeugungsanlagen erschlossen. Diese Lösung wurde nicht nur für die kleinen Anlagen der Salzburg AG geschaffen, sondern ist insbesondere ein Angebot
an Betreiber von privaten Stromerzeugungsanlagen.

Neue Wege für Fische

Fisch-Reisen durch eine Schnecke

VERBUND erforscht Varianten zur Herstellung der Gewässer-Durchgängigkeit, wie sie zur Erfüllung der Wasserrahmen-Richtlinie zu erfüllen ist. Fischaufstiegshilfen in Form von Vertical-Slots, Beckenpässen und Umgehungsgerinnen, die bisher dem Stand der Technik entsprechen, sollen durch neue Technologien ergänzt werden. Deshalb hat VERBUND das Konzept der Doppel-Drehrohr-Wasserkraftschnecke in der Praxis getestet und weiter entwickelt. Über die zwei ineinander liegenden Schnecken mit gegenläufigen Windungen transportiert die innere Schnecke die Fische nach oben und die äußere Schnecke ermöglicht den Fischabstieg. Zugleich wird die Rotation mit 20 Umdrehungen pro Minute zur Stromerzeugung genutzt. Bei konventionellen Fischwanderhilfen bleibt die benötigte Wassermenge energetisch ungenutzt.

Wärmespeicher für Linz

Future District Heating System Linz - Sondierung neuer Konzepte für zukünftige Energietransformationen im Linzer Wärmesystem

Die Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasserwird in Zukunft verstärkt durch die Nutzung alternativer und regenerativer Quellen zu erfolgenhaben. Dabei gilt es nach Möglichkeit alle vorhandenen Potenziale zu erkunden und in einGesamtsystem einzubinden. Das Sondierungsprojekt GWS Linz 2015 untersuchte die wissenschaftlichenGrundlagen für die Realisierung von Großwärmespeichern mit einer Gesamtwärmeleistungim Bereich von 50 bis 2.000 GWh/a zur Fernwärmeversorgung. Am Beispiel Linz wurde zudem ein Demonstrationskonzept für ein allenfalls zu verwirklichendes Pilotprojekt erarbeitet. Aufgrund einer Vorauswahl und detaillierter Standortbeschreibungen konnten im Rahmen der Sondierung einzelne Standorte in einer Standort-Matrix nach den maßgeblichen Standortkriterien und dem dazu definierten Bewertungsschüssel gewichtet und auch gereiht werden.

Predictive Maintenance

Entwicklung eines strategischen Planungstools für vorausschauende Instandhaltung im Mittel- und Niederspannungsnetz

Die KNG-Kärnten Netz GmbH entwickelt gemeinsam mit der Kelag und der Omnetric Group ein strategisches Planungstool für vorausschauende Instandhaltung im Mittel- und Niederspannungsnetz. Die Idee dahinter ist, Strommasten im Mittel- und Niederspannungsnetz anhand deren Ausfallsrisikos zu bewerten und entsprechende Instandhaltungsmaßnahmen abzuleiten. Um das Ausfallsrisiko zu bewerten, wurde eine Vielzahl von Parametern herangezogen. Dabei handelte es sich einerseits um Daten, die zum jeweiligen Betriebsmittel bekannt waren – beispielsweise Alter, Bauart, Aufstellungsort, zuordenbare atmosphärische Störungen, letzter Tausch etc. – und andererseits um Daten aus anderen Quellen – zum Beispiel geografische Eigenschaften wie durchschnittlicher Niederschlag, Bodenart, Höhenlage und Bewaldungsgrad. Diese Informationen wurden schließlich miteinander in Zusammenhang gesetzt und mittels analytischer Algorithmen auf einer Big-Data-Plattform der Kelag analysiert. Die dadurch gewonnene Information zur jeweiligen Höhe eines Ausfallsrisikos wurde mit wirtschaftlichen Randbedingungen kombiniert, um Maßnahmen für die Instandhaltung abzuleiten.

Laserscans aus der Luft

Die Vermessung der Welt

Exakte Zeichnungen und Größenangaben sind die Voraussetzung für die Instandhaltung, Erneuerung und vor allem die Sicherheit in Starkstromanlagen. Viele Umspannwerke der Austrian Power Grid (APG) sind älter als fünfzig Jahre; deren Baupläne haben oftmals nicht den heute benötigten Detailgrad. APG hat mit dem innovativen Unternehmen BLADESCAPE erforscht, wie Abstände, Abmessungen und Lage von Anlagenelementen mittels sogenanntem UAV Airborne Laserscanning gesamthaft erfasst und in einem 3D-Modell georeferenziert und maßstabsgetreu abgebildet werden können. Dabei fliegt eine mit Laser-Scannern ausgestattete Drohne die gesamte Fläche des Umspannwerks ab und erfasst mit einer Genauigkeit von +/– 1,5 Millimeter sämtliche Punkte der Anlage- Komponenten sowie jegliche Abstände. Die erhobenen Daten sollten für künftige Entwicklungen und Anwendungen eine vollständig verwertbare Grundlage bilden und das digitale Modell die Basis für Verknüpfungen mit jeglicher Form von Zusatzinformation sein.

Blockchain bei VERBUND

Blockchain: Ein neuer Puzzlestein für den Energiemarkt der Zukunft

Blockchains sind neuartige Datenbanken, in denen Werteinheiten einzelnen Benutzern sicher zugewiesen werden. Verantwortliche globaler Energieunternehmen sehen in der Blockchain-Technologie zahlreiche neue lukrative Geschäftsmodelle, die schon in zahlreichen Feldversuchen gestartet worden sind. VERBUND hat einen „Proof of Concept“ auf Blockchain-Basis erarbeitet. Im Rahmen eines ersten Trading-Pilot-Versuchs wurde die Blockchain-Technologie erfolgreich getestet. Die Idee einer Peer-to-Peer Handelsplattform wurde analysiert und erste Teilbereiche prototypisch implementiert. Die Blockchain-Technologie verspricht Einsparungen bei Transaktionskosten bei gleichzeitig höherer Informationssicherheit und geringerem operationalen Risiko.


Projekt Leafs

Auswirkungen des zunehmenden netz- und marktgeführten Einsatzes dezentraler Speichersysteme

Das Projekt Leafs evaluiert die Auswirkungen des zunehmenden, durch Konsumenten getriebenen, netz- und marktgeführten Einsatzes dezentraler Speichersysteme und Lastflexibilität auf Verteilnetze. Im Feldversuch der
Energienetze Steiermark GmbH wird in Heimschuh ein innovatives Konzept mit einem dezentral eingebauten zentralen Speicher umgesetzt. Die Netz Oberösterreich GmbH bietet im Feldversuch in der Gemeinde Eberstalzell mehr als 1.000 Kunden an, den Strom günstiger zu beziehen, während dieser lokal erzeugt wird. Mit Hilfe dezentral installierter Speicher werden neue Technologien und Einsatzstrategien entwickelt. In der Smart-Grids-Modellgemeinde Köstendorf wird im Rahmen des Projekts die Wirtschaftlichkeit und Netzfreundlichkeit von dezentralen PV-Speichersystemen in Kombination mit flexiblen Verbrauchern durch die Salzburg Netz GmbH untersucht. Das Ziel der Feldversuche ist die Ermittlung des Potenzials der Flexibilität, das sich durch die neuen Entwicklungen bei Erzeugern, Verbrauchern, Speichern und Netztarifen ergibt.

Kelag-GreenUps-Challenge – deine Idee ist 10.000 Euro wert!

Die Kelag sucht innovative Greentech Startups

Hast du ein tolles Konzept, eine geniale Idee oder einen überzeugenden Prototypen, aber es fehlt dir an Know-how, Zeit oder Kapital um deine Innovation oder das Produkt professionell umzusetzen? Dann bewirb dich jetzt unter www.kelag.at/greenups. Die Kelag als einer der führenden Energiedienstleister in Österreich unterstützt einfallsreiche, außergewöhnliche und innovative Denker, Macher und Start-ups dabei ihr Potenzial voll auszuschöpfen und ihre Ideen groß rauszubringen. Profitiere von der Reichweite und dem Vertrauen, das die Kelag genießt und nutze z. B. unser breites Netzwerk an Partnern oder unseren Webshop. Bei Bedarf bieten wir dir auch Möglichkeiten dein Geschäftsmodell mit uns weiterzuentwickeln oder Zugang zu Lead-Usern. Dem Sieger winkt außerdem ein 10.000 € GreenUps-Bonus. Also warte nicht länger und bewirb dich jetzt bei der Kelag-GreenUps-Challenge!

Schwungradspeicher – Vermarktung am Regelenergiemarkt

Salzburg AG kooperiert mit britischem Startup

Gemeinsam mit dem britischen Startup OXTO Energy arbeitet die Salzburg AG an der Vermarktung eines Schwungradspeichers am Primärregelenergiemarkt. Mit 20 Schwungrädern sollen zukünftig Stromspitzen ausgeglichen und der Einsatz von erneuerbaren Energien auch in wirtschaftlich angespannten Verhältnissen weiter ausgebaut werden.
Beim Projekt aus der Innovation Challenge #2 geht die Salzburg AG mit OXTO Energy in der Entwicklung eines Schwungradspeicher eigene Wege: Die Energie wird aus der rotierenden Masse (1,3 t) mit geringer Drehzahl (perspektivisch ca. 12.000 rpm) erzeugt. Im Gegensatz zu Ansätzen anderer Anbieter die die Energie aus leichteren rotierenden Massen mit sehr hohen Geschwindigkeiten generieren. Der Schwungradspeicher könnte auch im industriellen Bereich (Vermeidung von Spannungsschwankungen, Peak-cutting von Stromspitzen, etc.) als Alternative zum Batteriespeicher genützt werden.

Fahrpläne von Salzburgs Speicherkraftwerken innovativ optimiert

Im Rahmen der Salzburg AG Innovation Challenge #2 wurde eine innovative Softwarelösung gemeinsam mit einem Startup entwickelt

Die Software HydroPlan des Startups Dagopt Optimization Technolgies dient zur automatisierten Optimierung der Einsatzfahrpläne für Speicherkraftwerke der Salzburg AG. HydroPlan ist eine innovative Softwarelösung, die künftig die Einsatzfahrpläne, also den Betrieb der eigenen
Speicherkraftwerke automatisieren und damit verbessern soll. Die Software wird interne Abläufe in der Salzburg AG unterstützen und die Arbeit auf den immer komplexer werdenden Energiehandelsmärkten so besser überblickbar machen.

Smarte Energieverbrauchs-App

Mit Smart Meter Daten-Disaggregation wissen wohin der Strom fließt

Gemeinsam mit dem Startup TwingZ arbeitet die Salzburg AG an einer intelligenten Applikation, die sich mit Energieeffizienz in privaten Haushalten beschäftigt. In Zukunft könnte jeder Kunde seinen Stromverbrauch auf dem Smartphone haben und von einer „smarten“ App auswerten lassen. Ein Diagramm zeigt, wie viel Strom Kühlschrank, Herd, Wärmepumpe oder Ladestationen verbrauchen. Haushaltsgeräte erkennt die App ganz automatisch. Noch innovativer wird die App, in Verbindung mit Smart Meter. Dahinter steckt ein Algorithmus, der aus den 15-Minuten-Lastprofilen eines Smart Meters die einzelnen Verbrauchsdaten der Geräte aufschlüsselt.

Mit intelligentem Energiemanagement die eigene Energie sinnvoll einsetzen

Salzburg AG entwickelt Energiemanagement im Smart Home weiter

Gemeinsam mit dem Startup Levion Technologies GmbH aus Graz entwickelt die Salzburg AG ihre Smart Home-Lösungen weiter und setzt einen Schwerpunkt im Bereich Energiemanagement. Kunden, die eine PV-Anlage besitzen, können mit dieser Lösung ihren PV-Eigenverbrauch bestmöglich optimieren. Hierbei dient ein System dazu, beliebig viele Komponenten zu integrieren, von Batteriespeicher über Elektroauto, thermischem Speicher, Infrarotheizung und diversen Haushaltsgeräten. Mittels App kann das Energiemanagement auch unterwegs genutzt werden und sorgt somit für Gewissheit um die energetische Situation des Eigenheims sowie Eingriffsmöglichkeiten aus der Ferne.

Salzburg AG-Kundenservice über WhatsApp

Erster Energieversorger mit WhatsApp-Service

Die Salzburg AG setzt als erster österreichischer Energieversorger mit einem eigenen WhatsApp-Channel auf eine innovative Kundenservicemaßnahme. Rund 600 Kunden kommunizieren auf diesem Weg kostenfrei mit dem Kundenservice der Salzburg AG und erhalten so schnell Antworten zu Produkten, Rechnungen oder auch zu Störungen. Durch die von den Kunden gesendeten Fragen und Fotos können viele Anliegen rasch zur Zufriedenheit geklärt werden. In der Pilotphase ist der Service wochentags zu den Geschäftszeiten erreichbar. Ziel ist es, den WhatsApp-Service, genau wie die Telefon-Hotline rund um die Uhr anzubieten.

„Game of Drones“

Salzburg AG überprüft mit Salzburg Netz GmbH Stromleitungen durch Drohnenflüge

Im Rahmen eines Pilotprojektes wird der Drohneneinsatz zur Leitungsüberprüfung einem Praxistest unterzogen. Die regelmäßige Überprüfung von Stromleitungen, ist ein aufwändiges und zeitintensives Unterfangen. Das Gelände ist nicht immer leicht zugänglich, manchmal mit einem Fahrzeug kaum erreichbar. Drohneneinsätze sollen bei der sogenannten „Leitungsbegehung“ unterstützen und Schäden teilautomatisiert entdecken. Mit Hilfe von Wärmebild-, Foto- und UV-Kameras können Folgeerscheinungen z.B. von Blitzeinschlägen frühzeitig erkannt oder auch Vegetation rund um die Freileitungen genau vermessen werden. Die Befliegung durch Drohnen soll keinen Ersatz der Leitungsbegehung durch Mitarbeiter darstellen. Sie bietet eine technische Verbesserung, da die Sensorik der Drohne Auffälligkeiten entlang der Stromleitungen bemerkt, die dem menschlichen Auge verborgen bleiben. Bis Ende März 2018 prüft die Salzburg AG, gemeinsam mit Ihrer 100 % Tochter Salzburg Netz GmbH und AIRinspector, ob sich die technische Unterstützung durch Drohnen im Arbeitsalltag bewährt.

Augmented Reality für Maschinenwartung und Instandhaltung

AR-Brille bei Salzburg AG im Praxistest

Die Salzburg AG testet mit dem Startup AR4 im Heizkraftwerk Mitte den Einsatz einer Augmented-Reality-Brille (AR–Brille) in der Kraftwerksinstandhaltung. Dadurch werden die Prozesse in der Kraftwerksinstandhaltung schneller, sauberer und sicherer. Mit der AR-Brille wird das reale Blickfeld durch die Einblendung virtueller Informationen ergänzt. Man taucht nicht komplett in eine virtuelle Welt ein, sondern notwendige Informationen und Unterlagen werden digitalisiert und in das Sichtfeld eingespielt. Damit haben die Mitarbeiter alle benötigten Informationen im Blickfeld und die Hände frei für ihre Arbeiten. Bei den Instandhaltungsarbeiten in Kraftwerken können das zum Beispiel Pläne, technische Informationen, Sicherheitshinweise, Unterlagen zu Aufgabenbeschreibungen oder Ersatzteillisten sein. Rund ein halbes Jahr soll die AR-Brille in der Kraftwerksrevision im Rahmen des Pilotprojekts erprobt werden. Gleichzeitig werden weitere Einsatzmöglichkeiten entwickelt.

Salzburg AG Innovation Challenge #3

Die Salzburg AG startet die dritte Auflage der Innovation Challenge

Die Dritte Auflage des Innovationswettbewerbs läuft international an. Nach einem kräftigen Internationalisierungsschub in der zweiten Auflage folgt nun in der dritten Ausgabe eine noch breitere Aufstellung. Neben Startups sind jetzt auch etablierte Unternehmen aufgerufen, ihre Lösungen für die Salzburg AG einzureichen. Konkret wird in vier Teilbereichen gesucht: “Innovative Kundenlösungen”, “Betrieb und Wartung von Energieanlagen und Energieinfrastruktur”, “Datenanalysen und Prognoseanwendungen” und “Kreative Konzepte für urbane Räume”. Die Bewerbung läuft noch bis 1. März 2018.