Startup der Woche 48

Startup der Woche 48

26.11.2018 - 02.12.2018

IoT connctd GmbH

Gründung 2015

IoT Service Creation simplified Paving the highway for producers, service providers & developers creating innovative services in the domains Home/Building, City & Energy. IoT connctd has built the model driven open & scalable IoT platform to represent the physical world on the internet semantically.

Einleitung

Das Internet der Dinge wird uns in Zukunft immer mehr begleiten, denn die digitale und automatisierte Kommunikation phyikalischer Objekte ist längst nicht mehr auf den SmartHome Bereich konzentriert. Immer mehr Startups widmen sich deswegen dem IoT, so auch unser Startup der Woche 48. CEO Axel Schüßler hat uns im Interview die Technologie hinter connctd näher gebracht.

Axel, vielen Dank für deine Zeit! Was bietet IoT connctd in einem Satz?

Wir haben die offene und skalierbare Service Creation IoT Plattform entworfen und realisiert, um die Entwicklung von datenbasierten Services zu vereinfachen. Damit bieten wir Service Providern und Herstellern das flexible und universelle System um bei der Service-Entwicklung die Zeit für das WAS zu nutzen und nicht für das WIE aufzuwenden.

Ein sehr spannendes Thema. Kannst du uns mehr zu eurer Technologie verraten?

Das Internet funktioniert seit Jahren durch Schnittstellen und die vielfältigen Kombinationen um daraus Services und Produkte zu generieren. Wir bringen dieses Modell in die physische Welt. Internet Services und die Dinge des Alltags verschmelzen. Dafür haben wir die cloudbasierte Service Creation IoT-Plattform mit einer Reihe von Eigenschaften entwickelt. Ein ganz wesentliches Merkmal ist, dass Services vollständig entkoppelt von spezifischer Hardware entwickelt werden (z.B. auch mit simulierten Daten). Das unterstützt kreative Entwicklungsprozesse und fördert Innovationen. Technisch verbirgt sich dahinter eine technololgieneutrale Abbilding der Eigenschaften und Fähigkeiten von Geräten und Systemen mittles "Thing Abstraction" und "Semantic Models". Weiter verbirgt sich dahinter ein vielschichtiges Unit-Modell, um den Geräten und Systemen ein "Zuhause zu geben", also um reale Strukturen nachzubilden oder um Geräte beliebig zusammenschalten sowie ein umfassendes Berechtigungskonzept (d.h. authorisierten und auhtentifizierten Zugriffen auf Sensoren UND Aktoren). Unsere IoT-Plattform ist somit auch eine neuartige Search-Engine für das Internet der Dinge.

Unternehmensvideo

IoT service creation platform

Bildet euer Plattformmodell dann auch euer USP?

Ja, unter Anderem. Wir bieten so eine deutliche Steigerung der Entwicklungsgeschwindiglkeit zu reduzierten Kosten. Der Mehrwert und Hebel wird umso größer, je mehr Services geschaffen werden. Die Modularität der Plattform erlaubt die Wiederverwendung von Entwicklungsbausteinen, so dass die Grenzkosten für neue Services immer weiter sinken. Als weitere Besonderheit bieten wir hohe Freiheitsgrade bei der Abbildung von Geschäftsmodellen, z.B. durch freie Wahl des Service-Hosting oder bei der Abstützung auf spezfifische Geräte. Mit der connctd IoT -Plattform ist man an keine technischen Protokolle/Standards gebunden, ganz im Gegenteil... alle Services können sich auf unterschiedlichsten Systemen, Infrastrukturen und Protokollen/Standards abstützen.

Verstehe. Wie gestaltet sich denn das Geschäftsmodell hinter den Services?

Die Service-Creation IoT-Plattform ist zunächste gebaut für Service-Entwickler. Deswegen bieten wir einen freien Zugang zum Testen und ein faires pay-per-use Modell für die kommerzielle Nutzung an. Wir wissen aber auch, dass nicht jeder unserer Partner IoT-Kompetenzen oder Service-Creation Erfahrung besitzt, sehr wohl aber sich mit Kundenwünschen oder betrieblichen Prozessproblemen auseinandersetzt. Dafür bieten wir projektbasiert von IoT-Coaching bis full-stack Co-Development eine Reihe von Unterstützung an, die wir teilweise mit einem Partnernetzwerk umsetzen. Als zusätzliches Modell bereiten wir derzeit vor, den Eigentümern der Daten die Weitergabe dieser Daten an berechtigte Nachfrager zu ermöglichen und dafür eine Data-fee zu erhalten. Die Rolle von connctd ist hier, einen Datenmarktplatz zu etablieren und einen sehr einfachen Prozess zur vielfältigen Daten-Bereitstellung und Daten-Nutzung zu sichern. Es wird viel von open-Data gesprochen; wir sind der Auffassung, dass es daneben auch einen koordinierten Marktplatz für Daten verschiedenster Art geben sollte bei dem die Akteure auch kommerziell interagieren können.

Um die "Service-Entwickler" kurz aufzugreifen. Agiert eure Zielgruppe nur in einer Branche oder habt ihr einen interdisplinären Ansatz?

Unsere Ausrichtung von Beginn an war, eine universelle Service-Creation IoT-Plattform bereitzustellen, damit jede Art von Herstellern von Geräten ihre innovativen Produkte im Internet repräsentieren können und Service-Entwickler (Energieversorger, Telkos, Banken, Versicherungen, Facility-Manager, Medienhäuser/Verlage, Gesundheitsdienstleister, Logistikunternehmen uvm.) sicher auf ihre Sparte und Anwendungen konzentrieren können. Unsere Know-How liegt in IoT und Cloud-Services. Die Anwendungsbereiche sind damit vielschichtig und beginnen bei Smart Home/Building, gehen weiter über Smart City und erstrecken sich auch in die Bereiche Mobilität, Logistik, Transport und Produktion. Unsere performante IoT-Plattform unterstüzt Service-Angebote weltweit, wohingegen wir bei Projekten uns bisher auf den europäischen Markt konzentrieren.

Wo steht ihr dort denn gerade mit eurer Lösung?

Unser Angebot ist "ready to use" und wird natürlich trotzdem stets weiterentwickelt. Wir haben eine Reihe von Plattform-Funktionalitäten in Vorbereitung, um Service-Entwickler und Hersteller noch umfassender zu unterstützen. Heute ist unsere Plattform bereits in verschiedenen Branchen im Einsatz, z.B. im Bereich Home/Building, City, Media und Transportation. Dazu berichten wir auch regelmäßig auf unserer Website www.connctd.com/partner. Wir wissen um die Situation - insbesondere auch in der Energiebranche - dass erstmalige Berührung mit IoT besondere Vorgehensweisen benötigt. Aus diesem Grund werden wir auf der E-World 2019 in Essen auch den Service-Creation Prozess in den Mittelpunkt stellen. Damit zeigen wir wie sehr sich unsere Partner und Kunden auf das WAS konzentrieren können und wie wenig sie sich um das WIE kümmern müssen. Auf der E-World ist noch Platz für weitere Beispiele. Wer sich jetzt kurzfristig mit uns auf den Weg der Service-Entwicklung begeben möchte, der kann mit uns zusammen das Ergebnis schon auf der E-World präsentieren.

Axel, vielen Dank für Deine Zeit. Wir wünschen euch viel Erfolg für die weitere Entwicklung der Plattform. Ihr habt zwei spannende Energieloft Calls festgehalten, mit denen ihr potenzielle Entwicklungspartner einerseits für euren Matching-Service und andererseits für eure Ideation-Workshops finden möchtet. Interessenten können sich wie immer gerne informieren oder bei euch melden.