Startup der Woche 49

Startup der Woche 49

03.12.2018 - 09.12.2018

LIV-T GmbH

Gründung 2017

Die LIV-T GmbH sieht sich als Inkubator, Skalierer und Betreiber smarter IoT Lösungen. Die Produkte werden ausschließlich kundenzentriert und agil entwickelt und im Rahmen von Partnerschaften skaliert (sog. Whitelabel-Ansatz).

Einleitung

Im Interview der letzten Woche haben wir ein Startup vorgestellt, das eine Plattform für IoT-Anwendungen entwickelt hat. Diese Woche geht es auch wieder um das Internet of Things, jedoch liegt der Fokus auf Services und Anwendungen. Unser Startup der Woche, LIV-T, hat es sich nämlich zur Aufgabe gemacht, mit seinen Produkten Zeit zurückzugeben. Ein ebenso philosophisches wie abstraktes Motto, das uns im Gespräch mit Gründer Til Landwehrmann näher gebracht wird.

Hi Til! Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Ganz im Sinne eures Mottos starten wir auch direkt ins Interview. Kannst du uns LIV-T kurz und knapp vorstellen?

Gerne! Wir bieten Markteilnehmern aus analogen Märkten vollumfänglich entwickelte und Endkunden-verprobte IoT Produkte an.

Das klingt sehr spannend. Bei euren Produkten geht es erstmal um physische Ware?

Vereinfacht gesagt, ja. Unsere Produkte bestehen aus einer Hardware, die (Mess-) Daten generiert und in unser zentrales Cloud-System spielt. Dort haben wir unterschiedlichste Services, die die Daten verarbeiten und so letztendlich das Produktversprechen umsetzen. Bspw. Algorithmen, die aus Temperaturdaten ein Raummodell erstellen und wir somit hoch präzise errechnen können, wann dieser Raum geheizt werden muss, damit die Zieltemperatur zum Wunschzeitpunkt erreicht wird.

Viele Unternehmen haben sich auf das IoT spezialisiert. Worin siehst du denn ein USP, das euch von diesen Konkurrenten abgrenzt?

Wir sind schnell. Zielsetzung bei uns ist, dass wir 12 Monate nach der ersten Idee über ein industrialisiertes Produkt verfügen. Und wir sind wirklich kundenzentriert: Jede Produktausprägung ist zuvor mit den Nutzern gechallenged worden. Und das hört nie auf; nicht zuletzt deswegen lernen wir tag-täglich dazu. Unser Produkt ist auch "nie" fertig, denn wir ergänzen es kontinuierlich um weitere Funktionalitäten.

Du sagtest gerade, ihr stellt euren Kunden sowohl Hardware, als auch Services. Worauf liegt denn der Fokus eures Geschäftsmodells?

Der Hardware Bestandteil ist bei uns nur Mittel zum Zweck - ohne Hardware keine Daten. Aber letztendlich schaffen wir die Wertschöpfung über unsere Services - deshalb verfolgen wir ein SaaS Geschäftsmodell. Und unsere Lösungen sind vollumfänglich - über beschriebene APIs können sie in Bestandssysteme eingebunden werden. Sie funktionieren aber auch stand-alone/ out of the box.

Verstehe. Könntest du in diesem Zusammenhang einmal auf den Markt eingehen, den ihr adressieren wollt?

Wir verfolgen einen reinen Whitelabel Ansatz. Sprich, die Marktteilnehmer, die an Digitalisierung verzweifeln aber noch (!) den Kundenkontakt haben sind unsere natürlichen Partner. Mithilfe unserer IoT Lösungen behalten sie Ihren Kundenkontakt - können diesen aber ins digitale Zeitalter überführen. Und unterm Strich partizipieren alle: Der Endkunde von einer zeitgemäßen Lösung, der Partner über sein neues (Produkt-) Angebot und wir über das SaaS Modell.

Dann kommen wir auch schon zu meiner letzten Frage: In welcher Phase befindet ihr euch gerade, vielleicht gerade im Hinblick auf die Entwicklung eurer Produkte und Services?

Offiziell sind wir im Oktober 2017 gegründet, als Spinn-off aus einem Energieversorger heraus. Mittlerweile verfügen wir über 25 Mitarbeiter und haben alle notwendigen Fähigkeiten in house. 2 unserer Produkte sind schon am Markt: 1. der OilFox (www.oilfox.io) und 2. Raumgold (www.raum.gold)

Til, vielen Dank für das spannende Interview! Wir wünschen euch auch weiterhin viel Erfolg und möchten an dieser Stelle auf euren Energieloft Call aufmerksam macht, in dem ihr Vertriebspartner für Raumgold, eines eurer Produkte sucht. Interessenten dürfen sich wie immer gerne bei euch melden.