Startup der Woche 50

Startup der Woche 50

10.12.2018 - 16.12.2018

GREENbimlabs GmbH

Gründung 2018

GREENbimlabs bietet Softwarelösungen und Dienstleistungen für Architekten, Bauherren und Materialhersteller zu den Themen Sicherheit, Nachhaltigkeit und Kostenkontrolle in allen Lebenszyklusphasen von BIM-basierten Bauvorhaben.

Einleitung

Die Planung von Gebäuden muss immer mehr Anforderungen gerecht werden. Wo früher schon ansprechendes Design, Errichtungskosten und deren Abhängigkeiten zueinander von Architekten und Bauherren berücksichtigt werden mussten, müssen Gebäude und deren Materialien heutzutage auch leicht rückbau- bzw. recyclebar sein. Damit rücken als wirtschaftliche Zielgröße die Kosten über den gesamten Gebäudelebenszyklus in den Fokus. Der damit signifikant ansteigende Planungskomplexität, entgegnet das Startup GREENbimlabs, ein Spin-off der RWTH Aachen, mit einer innovativen Lösung für das Building Information Modelling (BIM). Mehr dazu hat uns Co-Founder Sharif Hossain im Interview verraten.

Hallo Sharif, freut uns, dass wir mit euch ein spannendes Startup aus der Forschung vorstellen können. Wenn du gefragt wirst, was GREENbimlabs macht, wie sieht dann deine Antwort aus?

Freut uns sehr, dass ihr uns als Startup der Woche ausgewählt habt. Wir bieten eine Softwarelösung für die Designphase und den Gebäudebetrieb, die automatisiert und in Echtzeit Informationsgehalt, Materialsicherheit und Materialkreislauffähigkeit bewertet, simuliert und optimiert, und dabei die resultierenden Lebenszykluskosten signifikant reduziert.

Das hört sich komplex an. Wie funktioniert eure Software im Detail?

Die Software integriert sich in den Designprozess von BIM-basierten Bauvorhaben, kommuniziert mit dem entstehenden Gebäudemodell und evaluiert es durchgehend in Echtzeit, mit jeder Änderung in dem Design. Sie identifiziert problematischer Stellen im Design hinsichtlich Dokumentierungslücken, Materialsicherheit, Kreislauffähigkeit und Kosten und bietet Optimierungslösungen an, die über „multiple-objektive“ Algorithmen ermittelt werden und nur gültige Optimierungslösungen anbieten, d.h. Lösungen, die die „harten“ Anforderungen an Gebäude und Konstruktion wie Funktion, technische Anforderungen, Raumanforderungen, Kosten etc. immer mitberücksichtigen.

Und welche konkreten Vorteile ergeben sich für den Nutzer eurer Software?

Mit unseren Produkten können Architekten eine sichere, ressourceneffiziente und kostenoptimierte Gebäudeplanung vor dem Bau der Gebäude anbieten. Gebäudeeigentümer verfügen über ein vollständig dokumentiertes und sicher zu verwendendes Gebäude mit vollständiger Kontrolle über Materialien, Wartungsprozesse und Kosten. Materiallieferanten erreichen Architekten und Bauherren bereits in einem frühen Stadium des Designs, identifizieren sofort ihre Bedürfnisse und bieten ihnen das am besten geeignete Material für ihre spezifischen Anforderungen an Design, Technik, Sicherheit und Nachhaltigkeit.

Stark, dass ihr mit einer Lösung allen wichtigen Beteiligten einen Vorteil verschaffen wollt. Bei so vielen verschiedenen Akteuren stellt ihr die Lösung dann gewiss per Cloud zur Verfügung?

Ja, genau wir bieten die GREENbimlabs Software Lösung als SaaS mit Lizenzmodell an. Für große Bauprojekte, bei denen benutzerdefinierte Datenmanipulation und Arbeitsabläufe benötigt werden, bieten wir einen projektbasierten Beratungsservice zusammen mit unserem Softwareprodukt an.

Habt ihr für die Vermarktung eurer Lösung spezielle Zielgruppen oder auch Länder im Blick?

Unsere Zielgruppen sind große Bauherren, Architekten und Baustoffhersteller. Unser Schwerpunkt liegt auf dem deutschen Markt. Wir richten unseren Blick aber auch auf andere europäische Länder, z.B. Niederlande, Österreich, Skandinavien, wo der Schwerpunkt auf nachhaltigem Gebäudedesign liegt.

Welche Meilensteine konntet ihr mit eurem noch sehr jungen Unternehmen bereits erreichen?

In September 2018 wurde die GREENbimlabs GmbH als Spin-Off der RWTH Aachen aus dem EXIST Forschungstransfer Programm gegründet. Wir haben bereits unseren ersten Kunden im Bereich BIM. Wir haben auch den "Gründerwettbewerb - Digitale Innovationen" des BMWi gewonnen.

Sharif, vielen Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast. Wie du auch als Call eingestellt hast, sucht ihr weitere Pilotprojekte zusammen mit Bauherren, um eure Software weiterzuentwickeln. Wir wünschen euch maximalen Erfolg dabei.