Startup der Woche 3

Startup der Woche 3

15.01.2019 - 21.01.2019

SAYM

Gründung 2018

SAYM ist eine Ride-Sharing Plattform für regelmäßige Fahrgemeinschaften, die Menschen in vertrauensvollen Gruppen zusammenbringt - mit besonderem Fokus auf Pendlern in der Rush Hour. SAYM verbindet Menschen langfristig, die sich täglich auf dem gleichen Weg befinden, aber nicht kennen.

Einleitung

Laut Wirtschaftswoche fahren rund 68% aller Arbeitnehmer mit dem Auto zur Arbeit. Das wirkt sich nicht nur negativ auf die Straßeninfrastruktur aus, sondern auch auf die Umwelt. In Amerika wurden deswegen sogenannte "carpool-lanes" geschaffen, die Fahrgemeinschaften fördern, indem sie nur Fahrzeuge mit mindestens zwei Mitfahrern zulassen. Unser Startup der Woche, SAYM beschäftigt sich mit einem weiteren Modell der Verkehrsreduktion- dem Ride-Sharing. Was das Startup zu diesem Zweck entwickelt hat, erfahren wir im Interview mit CEO Daniel Bogdoll.

Hey Daniel! Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast. Gib uns doch zum Einstieg einen kurzen Pitch. In einem Satz: Was macht SAYM?

SAYM ist eine Ride-Sharing Plattform, die flexible, regelmäßige Pendelfahrten um dynamische On-Demand Elemente ergänzt.

Ein sehr spannendes Thema. Wie wird euere Plattform denn technisch umgesetzt?

SAYM basiert auf modernsten Technologien und wird als Progressive Web App im Browser umgesetzt. So erhalten wir Zugriff auf Smartphone-Sensorik sowie das Aussehen und Verhalten einer echten App ohne die Notwendigkeit, tatsächlich eine App aus dem Store laden zu müssen. Der Endnutzer erhält ein Produkt, dass ihn während seiner täglichen Fahrten unterstützt. Wir haben einen innovativen 1-Click Prozess entwickelt, der bis auf die initiale Fahrtbestätigung vollständig automatisiert abläuft und alle Teilnehmer GPS-basiert benachrichtigt.

Car-Pooling Anbieter gibt es ja bereits einige. Wie schafft ihr es, euch von der Konkurrenz abzuheben und Kunden davon zu überzeugen, ein Stück ihrer Felxibilität aufzugeben?

SAYM ist die weltweit einzige Plattform für Ride-Sharing, die als B2B2C Lösung dynamische On-Demand Fahrten basierend auf einem Netzwerk aktiver, regelmäßiger Fahrten ermöglicht. Unsere Nutzer können Ihre Zeit im Fahrzeug besser nutzen, suchen kürzer nach Parkplätzen, sparen jedes Jahr mehrere hundert Euro und reduzieren lokale Luftbelastung enorm. Organisationen, Kommunen und Unternehmen freuen sich über produktivere Mitarbeiter, reduzierte Kosten für Parkplätze und effektiveres Recruiting - speziell im War for Talents zählt die Attraktivität des Arbeitgebers, insbesondere in den Bereichen Nachhaltigkeit und Mobilität, immer mehr. Wir haben einen innovativen Algorithmus entwickelt, der Unternehmen in Cluster einordnet, um somit auch für kleinere, mittelständische Unternehmen eine Cluster-Plattform für die Mobilität ihrer Mitarbeiter bieten zu können.

Verstehe. Und wie finanziert sich eure Plattform?

SAYM ist als SaaS Abonnement verfügbar. Hierbei bieten wir verschiedene Pricing Kategorien. Darüber hinaus bieten wir Consulting im Gesamtbereich Betriebliches Mobilitätsmanagement an.

Du hast gerade bereits angesprochen, dass ihr euch sowohl im B2B- als auch im B2C-Sektor positionieren wollt. Könntest du die Eigenschaften eurer Zielgruppe darüber hinaus noch etwas konkretisieren?

Gerne. SAYM als Ridesharing-Plattform für regelmäßige und dynamische Fahrten ist attraktiv für zahlreiche Nutzergruppen wie z.B. Ingenieure, Schichtarbeiter oder Krankenhausmitarbeiter. Marktuntersuchungen haben gezeigt, dass die affinste Zielgruppe zwischen 18 und 35 Jahre alt ist - insbesondere die aktuelle sowie folgende Generationen interessieren sich allerdings enorm für Ridesharing Lösungen. Wir fokussieren uns derzeit auf Deutschland, planen aber mittelfristig, international tätig zu werden.

Das bringt mich auch schon zu meiner letzten Frage: Wo befindet ihr euch denn gerade in der Entwicklung eures Startups?

Wir sind derzeit in der Early-Stage Phase und haben die Entwicklung des MVP beinahe abgeschlossen. Gleichzeitig befinden wir uns in zahlreichen Gesprächen mit interessierten Firmen und der Stadt Aachen und planen, Anfang 2019 in unsere Pilotphase in enger Kooperation mit Partnern zu starten. Derzeit suchen wir weitere Unternehmen, Organisationen oder Städte im Raum NRW, die sich dieser Pilotphase anschließen wollen!

Daniel, vielen Dank für das spannende Interview. Wir wünschen euch für eure Projekte viel Erfolg und hoffen, dass ihr euch erfolgreich am Markt positionieren könnt. Dafür seid ihr auch noch auf der Suche nach Entwicklungspartnern. Interessenten dürfen gerne einen Blick in euren Energieloft Call werfen und/oder euch kontaktieren.