Startup der Woche 4

Startup der Woche 4

22.01.2019 - 28.01.2019

inno2grid GmbH

Gründung 2015

inno2grid verknüpft Energielösungen mit nachhaltigen Mobilitätsangeboten durch Nutzung von intelligenten IT-Systemen, die die Grundlage für ein kosten- und ressourceneffizientes Energie- und Mobilitätsmanagement sind. Wir beraten und setzen die optimale Lösung mit Partnern für Sie um.

Einleitung

Die Energiewende ist in aller Munde und dennoch für viele Neuland. Von Umweltschutz wird zwar viel gesprochen, doch wenn es um dessen Umsetzung und eine verantwortungsvolle Ressourcennutzung ohne Mobilitätseinbußen geht, wird die ernorme Herausforderung, vor der wir alle stehen immer deutlicher. Wie können wir uns dieser Herausforderung stellen? Was ist möglich? Wer hilft uns dabei? Eine Antwort auf all diese Fragen finden wir bei unserem Startup der Woche, inno2grid!

Hallo Marcel! Wir freuen uns, dass wir euch als Startup der Woche 4 vorstellen dürfen. Um unseren Lesern einen schnellen Einstieg in dieses Interview zu geben, bitte ich euch, euch in einem Satz vorzustellen.

Gerne! inno2grid entwickelt integrierte Energie- und Mobilitätslösungen für Areale. Deswegen auch unser Slogan: Energie.Mobilität.intelligent vernetzt.

Lösungen für Energie und Mobilität werden besonders in der Zeit der voranschreitenden Energiewende überall benötigt. Wo setzt Ihr da an und wie schafft Ihr es, euren Kunden zu helfen, sich auf diesem neuen Terrain zurecht zu finden, ihnen aber dennoch einen umfrangreichen Überblick über Ihre Möglichkeiten zu bieten?

Wir verstehen die Mobilitäts- und Energiewende als Chance, eine nachhaltige Entwicklung anzustoßen. Durch Expertise in den Bereichen Wohnen & Arbeiten, Mobilität & Logistik sowie Energie, kreieren wir kundenspezifische Lösungen und tragen dazu bei, unseren Kunden Einsparungen zu ermöglichen- bei gleichzeitiger Wert-, Nutzen- und Nachhaltigkeitsoptimierung. Unser Lösungsportfolio erstreckt sich von dezentralen intelligenten Energieinfrastrukturen bis zu nachhaltigen intermodalen Mobilitätslösungen (z.B. (E-) Sharingangebote + ÖPNV Anschluss + lokale PV Anlagen) und optimierten IT Lösungen (Buchungsplattformen, Apps, Steuerungssoftware, …).

Abseits der Kernprodukte bieten wir digitale Lösungen mit ausgewählten Partnern an. Dieser Bereich wird angeführt von unserer Quartiersapp und unserem Backend zum Betrieb von Ladesäulen. Die Quartiersapp ist eine digitale Plattform und verbindet sowohl den Betreiber als auch den Endnutzer (Bewohner, Mitarbeiter, Hausverwalter, …) mit Services aus den Bereichen Wohnen & Arbeiten, Mobilität & Logistik sowie Energie. Zusammen mit unseren Partnern gestalten wir so die Energie- und Verkehrswende von Arealen, Mobility Hubs sowie Wohnquartieren und steigern dabei die Lebensqualität der Nutzer

Eure Produktpalette ist ja ganz schön umfangreich. Würdest du das als Alleinstellungsmerkmal von inno2grid bezeichnen?

Nicht nur. Aus einer rein visionären Perspektive würde ich es so sagen: Wir vernetzen was vorher nur in einzelnen Silos isoliert passiert (#Sektorkopplung). Wir lassen Dinge sprechen, die vorher stumm waren (#IoT). Wir verknüpfen Hardware mit Software (#smartgrid). Wir lassen Infrastruktur intelligent werden und können dadurch Prozesse optimieren sowie CO2 & monetäre Einsparungen ermöglichen. Wir reden nicht nur, wir setzen um (#Forschungsprojekteskalieren).
In der Praxis bieten wir spartenübergreifendes Prozessmanagement für standortbezogene Energieversorgungs- und Mobilitätskonzepte. Mit dem Baukastenprinzip konzipieren wir Produktlösungen nach den Vorstellungen unserer Kunden und greifen dafür auf die Leistungen und die Umsetzungskompetenz unserer Partner zurück. Unser ganzheitliches Produktportfolio bestehend aus Beratung, Konzeption, Betrieb und der optimalen Vernetzung von innovativen Produkten umfasst alle Bestandteile der Umsetzung dezentraler Energie- und Mobilitätssysteme in unserem Kernsegment der Mobilitäts- und Energielösungen. Das macht uns zu einer one-stop-solution für Mobilität & Energie.
Darüber hinaus erfordert eine innovative Quartiersentwicklung ein umfassendes interdisziplinäres Knowhow,eine ganzheitliche Projekt- und Prozesssteuerung sowie einen kreativen Methodikkoffer. Dabei sind wir sowohl im Bereich der Mobilität, als auch an zentralen Schnittstellen zu den Sektoren Abfall, Energie, Logistik und Wohnen aktiv .

Du hast uns jetzt bereits erklärt, was inno2grid (aus-)macht und wie breit Ihr aufgestellt seid. Danke dafür! Euer Gechäftsmodell basiert somit auf mehreren Säulen, richtig?

Ja genau! Unser Geschäftsmodell setzt sich zusammen aus drei Leistungsbereichen:
1. Beratung & Prozessmanagement
2. Konzeption, Planung & Aufbau
3. Betrieb & Betreuung

Jedes Leistungspaket wird individuell für und gemäß den Wünschen des Kunden angefertigt. Diese Leistungspakete beinhalten Beratungsleistungen, welche einen Großteil der Erlöse ausmachen. Beispielhafte Beratungsleistungen wären die Erstellung von Mobilitätskonzepten in Neubauvierteln, um benötigte Parkplatzflächen zu minimieren und das Angebot an Mobilitätsdienstleistern im und am Quartier zu optimieren. Diese Konzepte werden immer nach dem Maßstab win-win-win erstellt: Weniger Kosten für den Quartiersbetreiber, alternative Mobilitätsangebote für den Nutzer bzw. geringere privat-PKW Nutzung auf unseren Straßen.

Was uns noch interessiert. Woraus setzt sich euer Kundenkreis zusammen und seid Ihr bereits international aktiv?

Im Zuge der Energie- und Verkehrswende adressieren wir öffentliche Auftraggeber wie Städte und Gemeinden und erstellen für diese Mobilitätskonzepte (z.B. in übergreifenden Smart City Masterplänen) oder Flotten Elektrifizierungsaufträge.
Ein weiterer großer Markt ist die Baubranche. Hier sind private Investoren, Bauträger, Projektierer und viele andere Interessensvertreter potentielle Kunden. Gerade im Bausektor ist es schon heute von fundamentaler Bedeutung, die Weichen für eine neue vernetze Energie- und Mobilitätsinfrastruktur zu setzen, um Bauauflagen zu erfüllen aber auch um die Attraktivität der eigenen Objekte zu gewährleisten.
Da unsere Hauptgeschäftsfelder Energie und Mobilität stark reguliert sind operieren wir momentan hauptsächlich auf nationaler Ebene.

Marcel, wir kommen damit schon zu der letzten Frage dieses Interviews: In welche Entwicklungsphase würdest du inno2grid einordnen?

Wir befinden uns in der Professionalisierungsphase. Wir haben einige Forschungsprojekte umgesetzt und skalieren nun unsere Erfahrung in weiteren Projekten auf dem Markt. Wir haben gezeigt, dass ein Micro Smart Grid auf dem EUREF Campus funktioniert und neben Ökologischen Anreizen auch sehr viele wirtschaftliche Einsparmöglichkeiten bietet und somit finanziell attraktiv ist. Wir haben viele Konzepte geschrieben und sind in den Umsetzungsphasen und in manchen Fällen bereits im Betrieb.
Da wir zu einem Großteil als Beratungsunternehmen tätig sind, arbeiten wir bereits heute mit sehr vielen Partnern in unseren Projekten zusammen, um unseren Kunden die bestmöglichen Lösungen zu bieten. Unsere Projekte beinhalten eine Vielzahl an Herausforderungen, die wir definieren, koordinieren und auf unsere Partner aufteilen. Daher arbeiten wir stets an einer Verbesserung unseres Partnernetzwerkes und sind immer interessiert an neuen innovativen Lösungsansätzen potentieller Geschäftspartner.
Interessiert sind wir zudem an Unternehmen, die Abrechnungsprozesse abbilden und am Betrieb von Infrastrukturen interessiert sind.

Marcel, wir bedanken uns recht herzlich bei dir, dass du dir die Zeit genommen hast, euer Startup vorzustellen. Wir wünschen euch für eure weiteren Projekte viel Erfolg und hoffen, dass ihr schon bald weitere Entwicklungspartner findet. Interessierte können dazu in euren Calls mehr erfahren und euch kontaktieren.